Frankfurter Rundschau 15.2.1990

„Seine Bilder verraten etwas von der Unruhe und Aufbruchstimmung, die den Künstler Rudolf Jankuhn bewegen mögen. Vorwiegend in Pastellkreide und Ölstift gezeichnet, habe diese Bilder etwas von Momentaufnahmen, malerischen Tagebuchnotizen von bewegten und flink gezeichneten Eindrücken, aufgefangen bei Streifzügen durch Landschaften, Städte und festgehalten auch in Begegnungen mit Menschen. Jankuhn bevorzugt hierfür eine expressive Form der Maltechnik,reduziert Häuserfassaden, Straßenschluchten auf wenige Striche und Farbelemente, strukturiert sie meist zu horizontalen und vertikalen Schraffuren, deutet mehr in Schemen an, als das er die Gegenstände ausmalt oder die Figuren real erscheinen läßt. Andere Arbeiten tragen den Titel ‚ Fabrikbilder‘, bei denen Jankuhn sich von einem Foto aus dem Jahr 19oo hat inspirieren lassen, das Menschen in einer Berliner Fabrik zeigt. Seine Antwort darauf sind beunruhigende Zeichnungen, die den Eindruck heraufbeschwören, als wenn die Menschen an den Fließbändern mit den Mitteln der Kunst zu einem besseren Zustand verändert werden sollten.“

Frankfurter Rundschau 15.2.1990

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